GESCHWISTERRIVALITÄT – Was tun bei Streitereien zwischen Geschwistern?

Geschwisterrivalität

Anregungen für Eltern:

Möglichst aus allen Streitereien der Kinder raushalten, nur so kann man den angefangenen Streit auch selbst beenden.

Jedoch sind elterliche Eingriffe unverzichtbar:

-bei grober körperlicher und seelischer Verletzung, bei nicht Einhaltung der Raufregeln oder abgesprochen Ritualen (evt. neu verhandeln), bei deutlicher Unterlegenheit des Geschwister-kindes.

 

-bei Hänseleien die auf Schwächen des Gegenübers zielen, bei Selbstgefährdung eines Kindes.

-WENN es für das Elternteil nicht mehr auszuhalten ist.

Je ähnlicher die Ausgangsposition bei Geschwistern ist, desto größer ist das Konfliktfeld,

z.B. gleiches Geschlecht, in kurzem Zeitabstand geboren, bei Brüdern gilt dies besonders.

Bei Geschwistern mit größerem Abstand und ungleichem Geschlecht ist Rivalität geringer ausgeprägt in der Regel entspannter. Ein Altersabstand von 3 Jahren….gilt als optimal.

Kinder fühlen sich in ihrer Stellung, ihrer Rolle in der Familie oft bedroht…, der Kampf um die Aufmerksamkeit und Liebe der Eltern bringt immer Geschwisterrivalität mit sich.

Kinder brauchen Gespräche.

Motto: offen ansprechen

z.B. Wir haben alle Kinder lieb. Wir haben dich genauso lieb wie früher, was wünscht du dir von uns, dass es dir besser geht, z.B. Ritual.

Kinder brauchen Rituale.

z.B.: feste gemeinsame Nachmittage in der Woche, vielleicht 2x im Monat ins Kino, Sonntags eine Radtour oder ähnliches , Kuschelrituale….

Bitte daran denken, dass das große Kind bei Rivalität gegenüber dem Kleineren, oder auch das sogenannte Mittelkind, immer mal wieder die ungeteilte Aufmerksamkeit der Eltern braucht, mal geht nur die Mama mit zum schwimmen, mal alleine mit dem Papa in den Zoo. Hier bekommt der Vater eine Chance.

Für keines der Kinder muss sich ein Nachteil ergeben. Aufgaben, Verantwortung und Aufmerksamkeit am besten klar, gerecht und altersabhängig verteilen, jedes Kind ist einzigartig und sollte für seine individuellen Stärken gelobt werden, ständige Vergleiche sind wertend.

 z.B. der Große ist sportlich, der Kleine hat zwei linke Hände. Kein Kind sollte bevorzugt werden, und der Maßstab für die anderen Geschwister sein. 

Sorgen Sie dafür, das jedes Ihrer Kinder einen Elternteil mal ganz für sich alleine hat.

Rituale stärken die ganze Familie, z.B. Jahres-, Spiel-, Abend-, oder auch ein wöchentliches Familienrat-Ritual.…

Raufrituale vereinbaren  z.B. nicht beißen , treten, spucken…Fairness durch ein Zauberwort, bei Eskalation Auszeit vereinbaren, jedes Kind in sein (ein) Zimmer schicken,  räumliche Lösungen helfen.

Kinder lernen in den alltäglichen Auseinandersetzungen. Streit gehört zum Zusammenleben, man kann lernen damit angemessen umzugehen.

                                   Konflikte in der Familie

  • Konflikte haben bei Kindern mit einer noch ungeordneten Gefühlswelt zu tun
  • Konflikte direkt und offen bearbeiten        
  • Konflikte brauchen Zeit, hier muss Kommunikation geübt werden
  • Konflikte brauchen ein unterstützendes Familienklima 
  • Konflikte haben einen Nutzwert, es besteht ein Veränderungsbedarf eines Familienmitgliedes
  • Konflikte gehen die ganze Familie an, stärken die Familie
  • Konflikte als Chancen sehen

Fragen?

Kontakt: http://erziehungsberaterin-habeck.de/kontakt

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